| Taschenaufschrift frei übersetzt: "Smile it’s sunna." |
Bei uns sind viele
Muttersprachen vertreten: Albanisch, Türkisch, Kurdisch, Darri,
Farsi, Bosnisch, Arabisch, Tschetschenisch und Russisch. Wie konnten
wir also unsere vielen Sprachen im Berufsorientierungssemester BAB
zum Einsatz bringen?
Wir haben unsere Sprachen verglichen
und Ähnlichkeiten gefunden. Viele unserer Muttersprachen haben
arabische Elemente. Das hängt natürlich mit dem Islam zusammen,
aber auch mit geschichtlichen Entwicklungen, wie der Geschichte des
Osmanischen Reiches. Sprache und Kultur sind eng miteinander
verknüpft. Durch die Mehrsprachigkeit im Kurs haben wir Elemente der
anderen Sprachen gelernt und unsere Muttersprache gleichzeitig
gepflegt.
In der Schule haben wir auch die
Erfahrung der Mehrsprachigkeit gemacht. Immer wieder gab es
MitschülerInnen, für die wir übersetzen mussten. Ansonsten wurde
die Mehrsprachigkeit aber nie genutzt. Im Gegenteil: Wenn wir mit
unseren KlassenkameradInnen unsere Muttersprache gesprochen haben,
hat die Lehrerin mit uns geschimpft und gesagt, wir sollen Deutsch
sprechen. Wir finden es wichtig, dass wir eine gemeinsame Sprache
haben, die auch unsere Gemeinschaft zusammenhält. Unsere
Muttersprache soll aber auch einen wichtigen Platz haben. Sie
bereichert und alle!